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Einspeisevergütung 2026: Sinkende Vergütungssätze und Solar-Check vor der Reform

Von der DeineSolar.Energy-Redaktion8. August 20267 Min. Lesezeit

Die Einspeisevergütung sinkt weiter: Ab Februar 2026 erhalten Betreiber kleiner Solaranlagen bis 10 kWp bei Teileinspeisung noch 7,78 Cent pro Kilowattstunde – und ab August 2026 fällt dieser Satz durch die gesetzliche Degression erneut. Wer jetzt prüft, ob sich eine Solaranlage lohnt, kann sich noch die aktuellen Konditionen sichern. Der kostenlose Solar-Check von SolarMatch zeigt in unter einer Minute, was eine Anlage auf dem eigenen Dach tatsächlich bringt.

Was bringt die Einspeisevergütung 2026 noch?

Für Neuanlagen, die ab dem 1. Februar 2026 in Betrieb gehen, gelten laut EEG folgende Vergütungssätze (Stand 2026):

| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung | |---|---|---| | Bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh | | 10 bis 40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |

Wer den erzeugten Strom vollständig ins Netz einspeist, erhält also deutlich mehr – allerdings lohnt sich die Volleinspeisung in der Regel nur bei sehr günstigen Bedingungen, da Eigenverbrauch wirtschaftlich meist attraktiver ist (dazu später mehr).

Die 20-jährige Garantiedauer der Einspeisevergütung ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert: Sie gilt für 20 Jahre zuzüglich des Jahres der Inbetriebnahme. Das bedeutet: Wer eine Anlage noch 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich den dann gültigen Satz bis mindestens 2046.

Wie schnell sinkt die Vergütung – und warum?

Die Einspeisevergütung sinkt planmäßig alle sechs Monate automatisch um 1 Prozent. Diese sogenannte EEG-Degression ist kein Zufall, sondern politisches Instrument: Die Vergütung soll schrittweise mit den sinkenden Kosten für Solaranlagen mithalten.

Konkret bedeutet das für den zweiten Schritt 2026: Ab dem 1. August 2026 sinkt der Vergütungssatz für Anlagen bis 10 kWp bei Teileinspeisung voraussichtlich auf etwa 7,70 Cent pro Kilowattstunde. Das klingt nach wenig – summiert sich aber über 20 Jahre zu einer spürbaren Differenz im Gesamtertrag.

Historisch gesehen ist der Rückgang dramatisch: Im Jahr 2010 wurden noch 39,14 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Bis 2026 ist dieser Wert um rund 80 Prozent gefallen. Wer damals eine Anlage installiert hat, profitiert noch heute von diesen hohen Sätzen – ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig der richtige Zeitpunkt ist.

Was ändert sich ab 2027 – und warum ist 2026 entscheidend?

Ab dem 1. Januar 2027 soll die feste Einspeisevergütung für neue kleine Photovoltaikanlagen nach aktuellem Stand der EEG-Reform abgeschafft und durch marktorientierte Modelle ersetzt werden. Was das in der Praxis bedeutet, ist noch nicht abschließend geregelt – die Einnahmen aus der Netzeinspeisung dürften aber schwankender und im Schnitt geringer ausfallen als mit dem bisherigen Festpreismodell.

Wer sich die 20-jährige garantierte Einspeisevergütung sichern möchte, sollte die Inbetriebnahme seiner Anlage bis Ende 2026 planen. Das ist kein Verkaufsargument, sondern eine sachliche Einschätzung auf Basis der derzeit vorliegenden Gesetzeslage. Wie sich die genauen Regelungen ab 2027 entwickeln, bleibt abzuwarten.

Lohnt sich Einspeisung überhaupt noch – oder ist Eigenverbrauch sinnvoller?

Eigenverbrauch ist in den meisten Fällen deutlich wirtschaftlicher als Einspeisung. Selbst genutzter Solarstrom ersetzt Netzstrom, der aktuell rund 37 Cent pro Kilowattstunde kostet – gegenüber 7,78 Cent Einspeisevergütung ist das fast das Fünffache. Jede Kilowattstunde, die direkt im Haushalt verbraucht wird, spart also erheblich mehr, als sie eingespeist einbringen würde.

Ohne Batteriespeicher liegt der typische Eigenverbrauchsanteil bei etwa 30 Prozent der erzeugten Energie – der Rest wird ins Netz eingespeist. Mit einem Speicher steigt dieser Anteil auf rund 65 Prozent. Das hat erheblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit:

  • Ohne Speicher: Viel Strom wird tagsüber erzeugt, aber nachts oder bei bewölktem Himmel aus dem Netz bezogen.
  • Mit Speicher: Überschüssiger Solarstrom wird zwischengespeichert und abends oder nachts genutzt – weniger Netzbezug, mehr Ersparnis.

Wer überlegt, ob ein Speicher sinnvoll ist, findet dazu eine ausführliche Analyse im Ratgeberartikel Stromspeicher-Preisverfall 2026: Wann sich die Batterie neben der Solaranlage wirklich lohnt.

Wie lange dauert die Amortisation einer Solaranlage?

Bei hohem Eigenverbrauch – insbesondere in Kombination mit einem Batteriespeicher – amortisiert sich eine typische Photovoltaikanlage in rund 8 bis 12 Jahren. Danach produziert die Anlage für viele weitere Jahre nahezu kostenlos Strom. Da die Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert ist, ergibt sich ein langer Zeitraum positiver Bilanz.

Entscheidend sind dabei individuelle Faktoren:

  • Standort und Sonneneinstrahlung (je nach Region in Deutschland erhebliche Unterschiede)
  • Dachausrichtung und Neigungswinkel
  • Eigenverbrauchsquote (mit oder ohne Speicher)
  • Anschaffungskosten der Anlage

Gerade deshalb sind pauschale Aussagen zur Wirtschaftlichkeit wenig hilfreich. Was zählt, ist die konkrete Berechnung für die eigene Adresse.

Was kostet der Solar-Check bei SolarMatch?

Der Solar-Check ist vollständig kostenlos und erfordert keine Registrierung – es werden keine Kontaktdaten abgefragt. Das Ergebnis liegt in unter einer Minute vor und umfasst Ertrag, Eigenverbrauch, Ersparnis, Amortisation und CO₂-Bilanz auf einen Blick.

Für die Berechnung werden lediglich vier Angaben benötigt:

  • Postleitzahl – für standortgenaue Sonneneinstrahldaten
  • Ungefähre Dachfläche – für die mögliche Anlagenleistung
  • Ausrichtung – Süden, Osten, Westen oder eine Kombination
  • Jahresstromverbrauch – oder alternativ die Personenzahl im Haushalt

Die Berechnungsgrundlage ist die PVGIS-Datenbank der EU-Kommission, die standortgenaue Solarertragsdaten mit einer Abweichung von ±3–5 Prozent liefert. Das ist deutlich präziser als grobe Faustformeln. Die Werte sind unverbindliche Schätzungen und ersetzen kein individuelles Angebot – das wird bei SolarMatch transparent kommuniziert.

Welche Förderungen gibt es neben der Einspeisevergütung?

Neben der Einspeisevergütung existieren weitere Förderinstrumente, die eine Solaranlage 2026 attraktiv machen:

KfW-Förderkredit 270: Das zentrale Finanzierungsinstrument für Photovoltaikanlagen. Es sind bis zu 100 Prozent der Investitionskosten finanzierbar; die Zinssätze beginnen bei 3,27 Prozent bei guter Bonität (Stand 2026).

Nullsteuerregelung: Seit Januar 2023 fällt auf den Kauf und die Montage einer PV-Anlage keine Mehrwertsteuer an. Das entspricht einer direkten Kostenersparnis von 19 Prozent gegenüber dem regulären Steuersatz.

Einkommensteuerfreiheit: Gewinne aus dem Betrieb kleiner Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei – ein weiterer steuerlicher Vorteil, der die Gesamtrechnung verbessert.

Diese Rahmenbedingungen machen es für viele Haushalte einfacher, den Einstieg in die Solarenergie zu finanzieren. Wer sich über die Kostenstruktur einer Anlage im Detail informieren möchte, findet weiterführende Informationen im Artikel Solaranlage 2026: Modulpreise steigen – jetzt kaufen oder warten? Kosten-Analyse.

Wie viele Menschen haben schon Solarstrom auf dem Dach?

Anfang 2026 sind mehr als 5,5 Millionen Solaranlagen auf deutschen Dächern in Betrieb – ein deutliches Signal, dass die Technologie im Mainstream angekommen ist. Dazu kommen rund 430.000 Balkonkraftwerke, die die Bundesnetzagentur für 2025 registriert hat.

Das EEG-Ziel sieht vor, bis 2030 eine installierte Gesamtleistung von 215 Gigawatt zu erreichen. Die hohe Verbreitung bedeutet auch: Handwerker, Planung und Genehmigungsverfahren sind heute eingespielter als früher – die Umsetzung einer neuen Anlage geht schneller als noch vor wenigen Jahren.

Wer sich fragt, ob auch die eigene Anlage in die Planung einer möglichen Dachsanierung eingebettet werden sollte, findet dazu Hinweise im Artikel Solaranlage vor Dachsanierung installieren: Solarpflicht 2026 umgehen und Einspeisevergütung sichern.

Was macht Eigenverbrauchsoptimierung konkret aus?

Wer seine Eigenverbrauchsquote erhöhen will, hat mehrere Stellschrauben:

  • Batteriespeicher: Wie beschrieben steigt der Eigenverbrauch von rund 30 auf rund 65 Prozent – der wichtigste Hebel. Zur Frage der richtigen Dimensionierung gibt es einen eigenen Ratgeberartikel: Stromspeicher richtig dimensionieren: Welche Speichergröße passt zu meiner PV-Anlage?
  • Zeitgesteuerte Verbraucher: Waschmaschine, Spülmaschine oder Wärmepumpe tagsüber laufen lassen, wenn die Anlage produziert.
  • Elektroauto: Ein E-Auto als rollender Puffer kann die Eigenverbrauchsquote nochmals erhöhen – insbesondere mit bidirektionalem Laden.
  • Smart-Home-Steuerung: Intelligente Systeme koordinieren Verbraucher automatisch nach Erzeugungskurve.

Die Kombination aus mehreren dieser Maßnahmen kann die Wirtschaftlichkeit einer Anlage erheblich verbessern – und die Abhängigkeit von der sinkenden Einspeisevergütung reduzieren.

FAQ: Häufige Fragen zur Einspeisevergütung 2026

Was bekomme ich 2026 für eingespeisten Solarstrom? Für Anlagen bis 10 kWp bei Teileinspeisung 7,78 Cent pro Kilowattstunde (ab 1. Februar 2026); für 10–40 kWp 6,73 Cent. Bei Volleinspeisung liegen die Sätze höher: 12,34 bzw. 10,35 Cent pro Kilowattstunde.

Wie lange gilt die Einspeisevergütung? 20 Jahre zuzüglich des Jahres der Inbetriebnahme – gesetzlich garantiert im EEG.

Wann sinkt die Vergütung das nächste Mal? Voraussichtlich zum 1. August 2026 um 1 Prozent. Danach folgt alle sechs Monate eine weitere Absenkung.

Lohnt sich Einspeisung oder Eigenverbrauch mehr? Eigenverbrauch: Selbst genutzter Solarstrom spart rund 37 Cent pro Kilowattstunde Netzstrom – gegenüber 7,78 Cent Einspeisevergütung fast das Fünffache.

Was ändert sich ab 2027? Nach aktuellem Stand der EEG-Reform soll die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen ab 2027 durch marktorientierte Modelle ersetzt werden. Wer die Festpreisgarantie sichern will, sollte die Inbetriebnahme bis Ende 2026 planen.

Ist der Solar-Check wirklich kostenlos? Ja. Der Solar-Check auf deinesolar.energy ist vollständig kostenlos und anonym nutzbar – ohne Registrierung, ohne Kontaktdaten, Ergebnis in unter einer Minute.

Wie genau ist die Berechnung? Die Berechnungen basieren auf der PVGIS-Datenbank der EU-Kommission mit einer Abweichung von ±3–5 Prozent. Die Werte sind unverbindliche Schätzungen und ersetzen kein individuelles Angebot.

In wie vielen Jahren amortisiert sich eine Solaranlage? Bei hohem Eigenverbrauch und Nutzung eines Speichers in der Regel in rund 8 bis 12 Jahren – je nach Standort, Verbrauch und Anlagengröße.

Quellen

  • https://www.logicenergy.de/neuigkeiten/eeg-verguetung-2026
  • https://www.deutsche-sanierungsberatung.de/artikel/einspeiseverguetung
  • https://ennergy.de/aktuelle-photovoltaik-einspeiseverguetung/
  • https://www.adac.de/rund-ums-haus/energie/spartipps/einspeiseverguetung-pv-anlagen/
  • https://photovoltaik.org/kosten/einspeiseverguetung
  • https://www.solarcheck-deutschland.de/einspeiseverguetung/entwicklung
  • https://checkfox.de/ratgeber/kfw-foerderung-photovoltaik
  • https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/photovoltaik/photovoltaikanlage/foerderung

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Erstellt von der DeineSolar.Energy-Redaktion auf Basis geprüfter, öffentlich belegbarer Quellen (u. a. der PVGIS-Datenbank der EU-Kommission) und redaktionell auf Faktentreue geprüft. Die verwendeten Quellen stehen am Ende des Artikels. Bei neuer Förder- oder Gesetzeslage aktualisieren wir den Beitrag.

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